Neueröffnung

Neueröffnung

„Public Relations does not relate to the public. Companies are deeply afraid of their markets.“ So lautet These 26 des Cluetrain Manifesto, das 2009 seinen zehnten Geburtstag mit einer Jubiläumsausgabefeiert. Verfasst wurde das Schriftstück von den IT-Spezialisten Christopher Locke, Rick Levine, Doc Searls und David Weinberger, die es 1999 erstmals als Website veröffentlichten. Die vier Visionäre erkannten das gewaltige Potential, das der freie Internetzugang mit sich bringt. Die Märkte vernetzen sich zunehmend online und organisieren sich autonom von den Unternehmen. Sie kommunizieren direkter, offener und schneller, als es die Unternehmen tun. Sie tauschen sich in offenen Foren aus, bewerten Produkte, Services und Arbeitsbedingungen von Unternehmen. Sie generieren unternehmenskritische Nachrichten, die in sekundenschnelle um den Erdball jagen. Das Cluetrain Manifesto fasst in stolzen 95 Thesen zusammen, was heute für einige schon Realität ist, und was andere immer noch nicht wahr haben wollen: Die Unternehmen haben die Kommunikationshoheit über ihre Belange und Produkte verloren. Sie sprechen in einer Sprache, die die Menschen nicht mehr erreicht. Die Kommunikation findet hinter einem geschlossenen Visier statt, aus dem alles andere argwöhnisch beäugt wird. Das führt letztendlich zu einer verzerrten Wahrnehmung der Menschen, die erreicht werden sollen. Das Cluetrain Manifesto stellt kar: we are not seats or eyeballs or end users or consumers. we are human beings – and our reach exceeds your grasp. deal with it. Wer das als Wahrheit akzeptiert, kommt nicht an einer kritischen Bewertung der klassischen PR vorbei. Deren Monolog-Kultur zielt im Netz ins Leere. Märkte sind Gespräche, lautet die erste These des Manifests. Über den Dialog werden echte Beziehungen aufgebaut und verfestigt. Daraus erwachsen Communities, denen es egal ist, ob...