Hallo Welt!

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Eure T-Netzneutralität versteht kein Mensch!

Eure T-Netzneutralität versteht kein Mensch!

Die Wikipedia Deutschland kennt Netzneutralität seit dem 2. Juni 2006. Kurz vor dem deutschen Sommermärchen legte der Nutzer Gibro den etwas mageren Artikel mit dem folgenden Wortlaut an: Unter Netzneutralität wird eine in den USA geführte Diskussion verstanden, bei der es um einen Gesetzesentwurf zur Nutzung der Bandbreiten für Internetanwendungen geht. Das US-Repräsentatenhaus stimmte einem Gesetzesentwurf zu, der die netzneutrale Datenübermittlung gesetzlich verankern soll. Das heißt, Provider dürfen bei der Übermittlung von Datenpacketen keinen Unterschied machen, ob es sich z.B. um einen bezahlten oder unbezahlten Dienst handelt. Das sehen die Telekommunikationsanbieter natürlich anders, sie versprechen sich durch die Ungleichbehandlung eine mögliche Motivation seitens der Konsumenten, Geld für Premium-Dienste zu bezahlen. Mit dem Gesetz soll der Digital Divide zweiter Ordnung verhindert werden. Seitdem wurde der Text 193 mal überarbeitet und lautet nun völlig anders. In schönstem Behördendeutsch geschrieben, strotzt er nur so vor technischen Begriffen und Beschreibungen, damit sichergestellt ist: Joe Average steigt ab der zweiten Zeile aus. Die Historie des Wikipedia-Artikels ist ein schönes Sinnbild für die parallel stattfindende Diskussion in der Öffentlichkeit. Diskutiert wird – wieder einmal – vor allem in der Netzgemeinde/Internetpeople/Netzaktivisten/Bronies. Abgehängt: Die Amazon-kaufenden, Expedia-buchenden, SPON-lesenden Normalsurfer („We are the 99%“). Aber das sind dummerweise die Leute, die den größten Druck auf die Politik ausüben können. Die gedrosselte Kampagne Ja, normalerweise steht diese Rolle des Polit-Pushers mächtigen Lobby-Gruppierungen wie Industrieverbänden und Vereinen zu. Normalerweise. Aber in Sachen Netzpolitik fehlen die nötigen Impulse, als auch die richtigen Kontakte ins Kanzleramt. Dazu kommt: Jeder Interessenvertreter kocht sein eigenes Süppchen. So tritt der „Hightech“-Verband BITKOM ganz entschieden(!) für Netzneutralität ein. Lässt aber den Leser der entsprechenden Pressemitteilung ratlos mit der Frage zurück, was der...