Intern ist das neue Extern – ein Manifest der Integralen Kommunikation

Intern ist das neue Extern – ein Manifest der Integralen Kommunikation

„Hast Du Lust mit mir gemeinsam als Dozent zu arbeiten?“, fragte mich mein Freund Lars in einem anderen Sommer dieses Jahres, als die Sonne schien und die Erdbeeren noch aus Mainz-Finthen kamen. Das hatte ich noch nie gemacht und mit dem Thema des Seminars – Interne Kommunikation – hatte ich mich auch noch nie ausführlich beschäftigt. Also sagte ich zu. An vier Terminen im September würden wir mit acht MBA-Studenten des Institut für Marketing und Kommunikation erarbeiten, was Sinn und Zweck der internen Kommunikation ist und wie sich deren Ziele bestmöglich erreichen lassen. Im Vorgespräch verabredeten wir recht schnell und unkompliziert, das interne Kommunikation eigentlich nichts anderes als externe Kommunikation ist, wenn man nur die Adressaten – also die internen ZielDialoggruppen – auch als Kunden versteht, die es zu überzeugen gilt. Da wir von Kommunikation etwas verstehen, trauten wir uns das Thema durchaus zu. Das Einarbeiten in die Klassiker der IK-Theorie war dann keine Raketenwissenschaft. Dazu kamen ein paar gute Quellen aus dem Bereich Enterprise 2.0, in dem beispielsweise der liebe Frank Hamm zu Hause ist. Erst einmal alles in Frage stellen Hier ein Video von Peter Kruse, da das Modell des vormedialen Raums von Thomas Pleil, dort ein Besuch auf dem Daimler Blog und schon wurde am ersten Seminartag eifrig diskutiert, ob die Trennung Interner von Externer Kommunikation in Bezug auf den Begriff Öffentlichkeit überhaupt noch Relevanz besitzt. Erst einmal alles in Frage stellen, das war der Plan. Dann wird von den Dozenten auch nicht erwartet alles zu wissen, das war die Hoffnung. Schnell wurden zahlreiche Negativbeispiele aus eigener Erfahrung ausgepackt – IK scheint in vielen Unternehmen nicht...