#Nextsau Content Marketing – Auf den Spuren eines Hypes

#Nextsau Content Marketing – Auf den Spuren eines Hypes

Content Marketing ist das neue Social Media. Ein glitzerndes Spielzeug in den Händen schnittiger Beraterhaie. Wer schnell ist, springt auf den Zug auf und lenkt ihn in das nächste eigene Umsatzziel. Aber was steckt wirklich hinter dem meist diskutierten Trend 2013? Heiße Luft? Oder Substanz? Dieser Frage gehen mein Kumpel Lars Kempin und ich auf den Grund. In Form eines Buchs, das der O´Reilly-Verlag freundlicherweise im Herbst veröffentlichen wird. Obwohl wir beide durchaus eine konkrete Vorstellung von Content Marketing haben, glauben wir jedoch nicht, dass unsere Perspektive allein das Maß aller Dinge sein sollte. Also versuchen wir so viele Gedanken und Meinungen aus Marketing und PR in das Buch einfließen zu lassen, wie es uns möglich ist. In Gesprächen mit klugen Köpfen. Das haben wir bereits im Mai dieses Jahres mit der von uns organisierten Podiumsdiskussion „Content Marketing: Same Dorf. Next Sau?“ getan. Dort diskutierten vor 150 Zuschauern Michael Trautmann (thjnk), Hadassa Haack (mb!-Magazin Mercedes-Benz), Mark Heising (adidas), Benjamin Ruth (VICE), Tilo Jung (Jung & Naiv) und Sascha Stoltenow (SCRIPT) über Content Marketing und die Welt. Das Diskussion wurde aufgezeichnet und wird bald auf YouTube veröffentlicht. Content Marketing ist das neue Social Media Jetzt machen wir das nächste Ding, Experten Hangouts mit Schwerpunktthemen. Auch diese Idee ist, wie die Podiumsdiskussion, recht spontan entstanden und verwirklicht worden. Weil wir Interviews für das Buch wollten, kam die Frage der Durchführung auf. Ein Hangout erschien uns als geeignet für die Gespräche zu dritt oder viert und von Stadt zu Stadt. Ja, warum dann nicht gleich öffentlich machen und die Fragen und Kommentare der Zuschauer berücksichtigen? Und so war die #Nextsau Content Marketing Hangout...
Corporate Eichhörnchen (gesehen auf dem Content Strategy Camp 2013)

Corporate Eichhörnchen (gesehen auf dem Content Strategy Camp 2013)

Eine Session, die den Titel „Corporate Eichhörnchen“ trägt, taugt nicht unbedingt zu einer Fachtagung. Das ist mehr so Barcamp. Und in Sachen Content Strategy Camp (7.+8. Juni, Dieburg) sicher ein Experiment, denn dort trifft Barcamp-Kultur auf Schnittchen-gestählte PR-Elite. Hier trifft Barcamp-Kultur auf Schnittchen-gestählte PR-Elite Doch die Atmosphäre im Camp war genauso entspannt wie im nah gelegenen Dorf Dieburg (Landkreis Tiefschlaf). Eitel Sonnenschein strahlte über den ca. 120 Teilnehmern, von denen 119 keinen Sales-Folder dabei hatten. Als hätten es alle geahnt, dass kein einziger Vertreter eines ordentlichen Unternehmens (das nicht andere Unternehmen in Sachen Kommunikation berät) anwesend sein wird. Bar jeden Erfolgsdrucks in der Akquise lässt sich dann auch erstaunlich offen miteinander sprechen. Das machte das #cosca13 so besonders. Sympathische Menschen, die offen eingestehen, dass sie Fragen, aber keine Antworten im Gepäck haben. Eine super Grundlage um zu klären, was Content Strategy überhaupt ist und kann und so. Der Sascha sagt, die Leistung einer Content Strategy liegt in der Konsistenz (Anm.d. Autors: über alle Botschaften und Kanäle), Effizienz (Anm.d. Autors: in der Aufbereitung) und User Experience. @amendedestages Wir argumentieren über Qualität, nicht über Preis. Leistung von CS ist u.a. Konsistenz, Effizienz, UX #cosca13 — Sascha Stoltenow (@BendlerBlogger) June 10, 2013 Ich sage: Jau. Aber – vor allem! – ist der große Verdienst einer „Content Strategy“ der Fokus. Der liegt nämlich nicht mehr auf den Kanälen („Wir müssen auf Facebook!“), deren vermeintlichen Gesetzmäßigkeiten („Poste bloß kein Video, Foto klickt besser!“) und kruden Erfolgsindikatoren („Wow, unser Katzenbild hat 37 Fans engaged!“). Sondern auf der großen und zentnerschweren Frage: „Was haben wir eigentlich zu sagen? Und wen interessiert das überhaupt?“ (Antwort: „Tja.“) So etwas führt dann im...
Hallo Welt!

Hallo Welt!

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Eure T-Netzneutralität versteht kein Mensch!

Eure T-Netzneutralität versteht kein Mensch!

Die Wikipedia Deutschland kennt Netzneutralität seit dem 2. Juni 2006. Kurz vor dem deutschen Sommermärchen legte der Nutzer Gibro den etwas mageren Artikel mit dem folgenden Wortlaut an: Unter Netzneutralität wird eine in den USA geführte Diskussion verstanden, bei der es um einen Gesetzesentwurf zur Nutzung der Bandbreiten für Internetanwendungen geht. Das US-Repräsentatenhaus stimmte einem Gesetzesentwurf zu, der die netzneutrale Datenübermittlung gesetzlich verankern soll. Das heißt, Provider dürfen bei der Übermittlung von Datenpacketen keinen Unterschied machen, ob es sich z.B. um einen bezahlten oder unbezahlten Dienst handelt. Das sehen die Telekommunikationsanbieter natürlich anders, sie versprechen sich durch die Ungleichbehandlung eine mögliche Motivation seitens der Konsumenten, Geld für Premium-Dienste zu bezahlen. Mit dem Gesetz soll der Digital Divide zweiter Ordnung verhindert werden. Seitdem wurde der Text 193 mal überarbeitet und lautet nun völlig anders. In schönstem Behördendeutsch geschrieben, strotzt er nur so vor technischen Begriffen und Beschreibungen, damit sichergestellt ist: Joe Average steigt ab der zweiten Zeile aus. Die Historie des Wikipedia-Artikels ist ein schönes Sinnbild für die parallel stattfindende Diskussion in der Öffentlichkeit. Diskutiert wird – wieder einmal – vor allem in der Netzgemeinde/Internetpeople/Netzaktivisten/Bronies. Abgehängt: Die Amazon-kaufenden, Expedia-buchenden, SPON-lesenden Normalsurfer („We are the 99%“). Aber das sind dummerweise die Leute, die den größten Druck auf die Politik ausüben können. Die gedrosselte Kampagne Ja, normalerweise steht diese Rolle des Polit-Pushers mächtigen Lobby-Gruppierungen wie Industrieverbänden und Vereinen zu. Normalerweise. Aber in Sachen Netzpolitik fehlen die nötigen Impulse, als auch die richtigen Kontakte ins Kanzleramt. Dazu kommt: Jeder Interessenvertreter kocht sein eigenes Süppchen. So tritt der „Hightech“-Verband BITKOM ganz entschieden(!) für Netzneutralität ein. Lässt aber den Leser der entsprechenden Pressemitteilung ratlos mit der Frage zurück, was der...
Erst wenn die letzte Zeitung gestorben ist, werdet ihr merken, dass man Überheblichkeit nicht essen kann

Erst wenn die letzte Zeitung gestorben ist, werdet ihr merken, dass man Überheblichkeit nicht essen kann

Der Totensonntag ist vorbei, doch die Trauer um FTD und Frankfurter Rundschau wird noch lange anhalten. Zwei der sechs überregionalen Tageszeitungen stehen vor dem Aus. Plötzlich erhält die Debatte um die Zukunft des „Qualitätsjournalismus“ eine neue Qualität: „Wenn eine Zeitung stirbt, stirbt ein Geist, verstummt eine Stimme. Sie wird nie wieder so erklingen, selbst wenn die Redakteure bei anderen Medien arbeiten und schreiben werden. Das ist traurig und zugleich eine hoffnungsfrohe Erkenntnis“, schreibt Horst von Buttlar so treffend in seiner Kolumne zum Ende der FTD. Eine Zeitung ist mehr als „Papier mit Content drauf“. Sowohl FTD als auch FR sind starke Marken auf einem Niveau, das andere Unternehmen gerne hätten. Sie stehen für Aufklärung, kompetente Informationsvermittlung und – ganz wichtig – Orientierung im Nachrichtendschungel. Die Zeitung ist eine Landkarte für das Tagesgeschehen, zu lesen mit dem inneren Kompass des Rezipienten. Ihr Problem: Das Internet. Sagen Verteidiger des gedruckten „Qualitätsjournalismus“ mit Verweis auf die „Kostenloskultur“ im Netz. Sagen aber auch Apologeten der Digitalisierung und betonen dabei die mangelnde Bereitschaft der Verlage, sich auf neue – digitale – Geschäftsmodelle einzulassen. Was auf der Strecke bleibt: Die Lösung. Denn das Problem ist eigentlich ein ganz anderes. Die Zeugen J3h0v45 Die Timelines da draußen sind voll mit den ausgestreckten Zeigefingern der digitalen Eliten, die mit bedeutungsschwangerer Miene auf die Zeitungskrise deuten. Sie haben es schon immer gewusst. Schon immer gesagt, dass die Verlage besser neue Geschäftsmodelle finden sollten. Sich öffnen sollten für die Kultur des Social Web. Da schreibt der um Gelassenheit bemühte Horst von Buttlar: „Mir persönlich ist es egal, ob Sie diese Kolumne gerade auf Papier oder auf Ihrem iPhone lesen....