Putting the „KO“ in JAKO

Putting the „KO“ in JAKO

Der Sportartikelhersteller JAKO mahnt einen Blogger ab und macht Bekanntschaft mit dem Streisand-Effekt. Wie schon viele Firmen zuvor erlebt er nun den Zorn des Social Web. Die Web Evangelisten wollen für den Hashtag #jako eine Twitter-Reichweite von 73.180 unterschiedlichen, d.h. unique Followers, gemessen haben, was mit der Reichweite einer mittleren bis großen Lokalzeitung zu vergleichen sei. JAKO ist unbestritten der Verlierer des Tages auf Twitter und in den Blogs. Ob die Geschichte den Sprung aus dem vormedialen Raum in die Massenmedien schafft, ist ungewiss. Präzedenzfälle dafür gibt es jedoch genügend. So wurde im Februar dieses Jahres aus dem getwitterten Hilfeersuch von Markus Beckedahl wegen einer Abmahnung der Deutschen Bahn die Titelstory der überregionalen Tageszeitung taz. Nun ist der betroffene Frank Baade kein A-, sondern Sportblogger und JAKO ist auch nicht die Bahn, zu der die Hälfte der Deutschen ein durchaus gespaltenes Verhältnis hat. Nur, wer zukünftig im Netz nach JAKO sucht, wird unweigerlich die negativen Seiten des Unternehmens finden. Wie muss ein Unternehmen eigentlich gestrickt sein, um solche PR-Gaus zu verhindern? Eine quick’n’dirty Szenarioanalyse kann vielleicht Antwort auf diese Frage geben: Szenario A: JAKO spricht Sowohl das Eintracht Frankfurt Fan-Blog-G als auch allesaussersport haben bei JAKO ergebnislos nach einer Stellungnahme zu dem  Vorfall gefragt. Da die mahnende Rechtsanwältin und der zuständige Mitarbeiter bei JAKO beide bis Mitte September im Urlaub sind, könne man keine Auskunft geben, so die Antwort. Zu diesem Zeitpunkt war der Geschäftsführung wohl noch nicht klar, dass ein massiver Reputationsverlust droht. Schweigen ist im dialogorientierten Social Web keine Lösung. Erst, nachdem die beiden genannten Blogs zusammen gut 800 meist empörte Kommentare zum Thema zählen, spricht JAKO...